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leichter bewegen lernen |
Im Gruppenunterricht wird mit alltäglichen Bewegungsfunktionen experimentiert. Es kann im Liegen, Sitzen, Stehen oder Gehen gearbeitet werden.
Thema einer Bewegungslektion kann zum Beispiel die Funktion des Drehens sein. Die TeilnehmerInnen erkunden ihre individuelle Fähigkeit, sich um die eigene Achse zu drehen. – Diese Funktion ist bei vielen Bewegungen im Alltag wichtig, zum Beispiel beim Einparken mit dem Auto.
In der ATM wird die jeweilige Funktion in viele kleine Schritte zerlegt, in immer neuen und ungewohnten Bewegungsvariationen erforscht und am Ende der Stunde wieder zu einem Ganzen verbunden. Das Ergebnis ist meist verblüffend: Ging es zu Beginn noch schwer, den Kopf zu heben, sich zu beugen oder sich um die eigene Achse zu drehen, werden die Bewegungen von Mal zu Mal leichter und koordinierter: Die Anstrengung lässt nach, der Atem wird freier, und die Freude an der Bewegung nimmt zu.
Das Besondere an dieser Unterrichtsform: Jede TeilnehmerIn experimentiert für sich selbst mit Größe, Tempo, Rhythmus und Pausen der Bewegungen. Das ist möglich, weil die Bewegungen nicht vorgemacht, sondern verbal angeleitet werden. Es geht also nicht darum, "richtige" Bewegungen nachzuahmen, sondern selbst ganz individuell den besten Weg zur Bewegungsausführung zu finden.
Durch diesen Lernprozess entstehen neue Verknüpfungen im Gehirn. Leichtere Bewegungen werden vom Nervensystem bevorzugt und im Alltag benutzt. Das führt zu mehr Lebensqualität - Körperlich - seelisch - geistig!